Das Weberviertel rund um die Friedrichskirche ist so etwas wie die Altstadt von Babelsberg. Erst seit 1939 ist Babelsberg ein Stadtteil von Potsdam, allerdings mit einer größeren Fläche als der Namensgeber. Viele von denen, die südlich der Havel wohnen, sehen sich auch heute noch als Babelsberger und fahren mal rüber nach Potsdam. Das Weberviertel entstand 1750, als auf Geheiss Friedrichs II. rund 420 Böhmische Protestanten, die als Weber hier ein Bleiberecht erhielten. In kurzer Zeit entstanden Siedlungshäuser für je zwei Familien. Der größte Raum war für den Webstuhl bestimmt. Die nach dem königlichen Gönner benannte Kirche wurde vom Erbauer des Holländischen Viertels entworfen. Jeden Sonnabend findet hier ein Floh- und Bauernmarkt statt. Das Viertel ist Schauplatz des alljährlichen Weberfestes (Mai).